Unser landwirtschaftlicher Betrieb

Unser Ehrgeiz ist die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Produkten zu wirtschaftlichen Bedingungen.
Nachhaltige Produktion ist heute die Grundvoraussetzung für den langfristigen Erfolg. Faktoren wie Tradition, Oekologie, Bodenschutz und Tierschutz sind Eckpfeiler aber auch der Einsatz modernster Technologie ermöglicht die Produktion von Nahrungsmitteln auf hohem Niveau und guter Oekobilanz.
Die Inhalte dieser Seite richten sich an Personen, die nicht direkt in der Landwirtschaft tätig sind. Daher wird möglichst auf "Fachkauderwelsch" verzichtet.

Auf unserem Betriebsgelände arbeiten wir auf drei Geschäftsbereichen:
1. die Landwirtschaft mit Pflanzenbau und Tierhaltung
2. die Lohnarbeiten "Gysel Agro - Dienstleistungen GmbH"
3. der Gastrobereich "Erlebnis Bauernhof" wird von meinen Eltern geführt und gehört nicht mehr zum Betrieb.

E
inige Gedanken zur aktuelle agrarpolitischen Entwicklung in der Schweiz:

Schweizer Landwirtschaft leidet unter der Agrarpolitik und der Oekologisierung
Beim CH Staat sind grosse Mengen an finanzellen Mittel für die Landwirtschaft budgetiert. Nach dem neuen Direktzahlungssystem werden diese Mittel aber nicht für den dringend erforderlichen Strukturwandel und Modernisierung der Landwirtschaft, sondern fast ausschliesslich für Oekologische Leistungen eingesetzt.
Grund für diese Entwicklung ist möglicherweise ein besseres Gewissen beim grossflächigen "Zubetonieren" zum  wohle der Wirtschaft.

Landschaftspfleger im Nebenerwerb erwünscht
Diese Entwicklung führt ganz klar zu einem viehlosen Nebenerwerbslandwirt, der sein Land extensiviert und mit Oeko-Elementen ausstattet um möglichst hohe Direktzahlungen beziehen zu können. Was und wieviel produziert wird spielt nur noch eine untergeordnete Rolle. Ergebnis: die Land- und Pachtpreise werden in die Höhe getrieben, es wird keine Fläche für "echte" Landwirte frei, die professionell und unternehmerisch arbeiten möchten.

Lieber in Südamerika Urwälder für Soja abholzen und unsere guten Äcker aus der Produktion nehmen!
Ja, so sieht die Realität aus! Bei uns verpasst man sich einen grünen "Heiligenschein" und Importiert mehr als die Hälfte aller Nahrungsmittel. Zum Glück ist es ja weit weg und man sieht nicht wie es produziert wird.
Wie erklärt man übrigens einer afrikanischen Mutter deren Kind verhungert, dass die CH Landwirte viel Geld bekommen um möglichst wenig zu produzieren?
Hintergrund: je weniger produziert wird, desto stärker steigt der Weltmarktpreis = die Menschen in den "Hungerländern" können kein Essen mehr kaufen = es kommt neben Hungersnöten zu Konflikten = es gibt verstärkte Flüchtlingsströme die auch die Schweiz treffen!
Ein Teufelskreis: der Kauf von Nahrungsmittel aus spez. Oekologischem Anbau ist sicher nicht verkehrt, man sollte aber bedenken, dass man damit indirekt den Weltmarktpreis erhöht und dies wiederum die Folge hat, dass Oekosysteme in 3. Weltländern zerstört werden. Also vielleicht auch mal was für den Schutz von Regenwäldern spenden....! Was aber viel schlimmer ist, ist der ausgedehnte Anbau von Ackerfrüchten für die Ethanol und die Biogasgewinnung! Da kann selbst die Oekobilanz vom Erdgas mithalten!

Intensive Produktion und Oekologie ist vereinbar!
Wir haben in der Schweiz ausreichend minderwertige Flächen für die Extensivierung und für Vernetzungsprojekte.
Bei uns haben wir hervorragende klimatische und strukturelle Voraussetzungen für eine professionelle Landwirtschaft, welche die aktuelle Technologie im Einklang mit der Natur einsetzen kann oder könnte.

Den jungen Landwirten wieder eine Perspektive geben!
Wir haben in der Schweiz viele junge Landwirte die was machen wollen und bereit sind dafür hart zu arbeiten.
In der Fabrik zu arbeiten und abends die Direktzahlungsformulare zu optimieren ist meiner Meinung nach nicht Landwirtschaft, aber da gehen die Ansichten halt auseinander...

Einige Zahlen als Überblick zu unserem landw. Betrieb (Betriebsspiegel)
 

Pflanzenbau 
 
Nutzfläche ca. 63ha
davon Naturwiesen 16 ha
 " Getreide 17 ha
 " Mais 15 ha
 " Zuckerrüben 5 ha
 " Raps 5 ha
 " Samenklee/Samengras 4 ha
 " Reben 0.3 ha
 " Wald 6 ha
Tierhaltung 
   
Kälber bis 150 kg  ca. 30
Mastbullen 150 - 550kg ca. 160
Mastrinder (weiblich) ca. 120
Pferde  2
Hund 1
Katzen 8
   

Im Ackerbau haben wir uns im Laufe der Jahre auf die Saatgutproduktion spezialisiert. Wir vermehren Winterweizen, Wintergerste sowie Samenklee und Samengras. Das heisst, unser Getreide verwenden andere Landwirte zur Aussaat. Die Schwierigkeit liegt darin, eine hohe Qualität und Sortenreinheit zu erhalten.

Bei den "Mastmuni", wie man bei uns sagt, haben wir uns auf die Mast von Qualitäts- Labeltieren spezialisiert. Wir arbeiten hauptsächlich für das Terra Swiss Programm der Migros.

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